Laufente
Laufente
Zuchtidee
Aufrecht stehende, auf den Zehenspitzen tänzelnde, elegante, schlanke. raschwüchsige, frühreife, temperamentvolle Ente mit beachtlicher Legeleistung.
Was ist zu fordern?
Aufrechte Haltung, gute Rumpfrundungen, freier Stand, Keilkopf mit langem Gesicht und scharfem Nackenbogen. Kopf und Hals machen etwa zwei Fünftel, Rumpf mit Schwanz etwa drei Fünftel der Gesamtlänge aus. Die gedachte Linie vom Auge bis zur Schwanzspitze soll zwei annähernd gleiche Teile erkennen lassen.
Was ist abzulehnen?
Langes spitzes Hinterteil, schlecht eingebaute Schultern, tiefer Stand, Schnabeldruck oder ramsender Schnabel, angezogener Schwanz, schlechte Flügelhaltung, fehlende Eleganz.
Geschichtliches
Als Stammform der Laufente gilt die Pinguinente. Diese wurde aus Südostasien, insbesondere aus dem Malaischen Archipel, nach China und Japan gebracht. Von dort gelangte sie im 19.Jahrhundert mehrfach über den Seeweg nach England und andere Teile Europas, starb dort aber wieder aus. Vermutlich entstanden die Enten mit der aufrechten Haltung schon vor einigen Jahrhunderten unter den besonderen Bedingungen der asiatischen Entenhaltung, bei der die Tiere in Herden zur Weide getrieben werden und viel laufen müssen. Der Durchbruch kam, als die Rasse unter dem Namen "Indian Runner" 1890 erneut nach England importiert wurde, angekündigt als Rasse mit märchenhafter Leistung. In Deutschland setzte sich der schnittige Typ durch, es gab damals auch auch einen massigeren.
Form und Kennzeichen
Erpel
Gewicht: 2 kg
Rumpf: Walzenförmig und lang gestreckt.
Kopf: Stirn flach, Backen nicht hervortretend, Hinterkopf scharf gebogen.
Schnabel: Gerade, keilförmig, nicht wesentlich länger als der Kopf. Schnabel und Kopf bilden eine längliche Keilform.
Augen: Sehr hoch unter der Schädeldecke liegend. Farbe braun bis dunkelbraun. Kehle: scharf ausgeschnitten.
Hals: Schlank und gerade, im unteren Drittel gleichmässig verbreitend in den walzenförmigen Rumpf übergehend.
Rücken: Gewölbt, seitlich gerundet.
Brust: Abgerundet.
Bauch: Nicht hervortretend, glazz und voll, tulpenförmig auslaufend.
Flügel: Mittellang, gut eingebaut und fest anliegend (Käferflügel).
Schwanz: Abgesetzt, keilförmig, kurz, den Boden nicht berührend.
Schenkel: Lang und weitgehend sichtbar.
Läufe: Lang, feinknochig un gerade.
Gefieder: Fest anliegend.
Ente
Gewicht: 1,75 kg
Bruteier-Mindestgewicht: 65 g
Schalenfarbe der Eier: Zumeist weiss, bei dunklen Farbenschlägen meist etwas grünlich.
Die Ente gleicht dem Erpel bis auf die geschlechtsbedingten Unterschiede.
Ringgrösse: Beide Geschlechter 13
Farbe und Zeichnung
Wildfarbig
Erpel: Kopf und Hals smaragdgrün, das untere Drittel durch einen reinweissen, nach hinten nicht geschlossenen Halsring von der braunroten Brustfarbe getrennt. Der Oberrücken ist graubraun, der allmählich in den schwarzen, grün schillernden Unterrücken übergeht. Bürzel und Schwanz zeigen schwarzgrüne Färbung. Flügel dunkelgrau mit leichtem Braunton. Spiegel dunkelblau glänzend, durch schmale schwarze und dann weisse Streifen eingefasst. Die Unterseite der Flügel ist rahmweiss. Ab Brustbein zeigen Bauch, Flanken, After und Schenkel ein fleckenloses, zartes Perlgrau mit gleichmässiger dunkler Wellung. Schwanzlocke schwarz, Stossfedern grauschwarz. Schnabel weidengrün mit dunklem First und schwarzer Bohne. Läufe orangefarbig.
Ente: Grundfarbe ein über den ganzen Körper gleichmässig verteiltes Goldbraun, jede Feder mit schwarzbrauner, scharfer, hufeisenförmiger Zeichung versehen. Zügel und Kehle goldbraun. Spiegel wie beim Erpel. Schnabel braungelb mit schwarzer Sattelzeichnung und Bohne. Läufe etwas dunkler als beim Erpel gestattet.
Forellenfarbig
Erpel: Kopf und Hals grün, weisser, hinten nicht geschlossener Halsring.Brust weinrot, leicht gerieselt. Flügel silbergrau, Rücken dunkel, im Bürzelbereich silbergrau gesäumt. Bauch einschliesslich Flanken und Schenkel aufgehelltes Perlgrau mit zarter dunkler Wellung. Schwanz schwarz mit dunkler Locke, Stossfedern silbergrau, Spiegel blau glänzend. Schnabel hellweidengrün mit dunkler Bohne. Läufe orangefarbig.
Ente: Grundfarbe hellbraun mit Silberfaktor, der in Afterbereich und Bürzelpartie ausgeprägter hervortritt. Zügel, Kehle, Rücken und Aftergefiederetwas heller. Klare und scharfe braune, länglcihe bis gerundete Tupfen auf Bauch, Rücken, Bürzel und Afterbereich. Säumung auf Decken, Schultern und Flügeln.Rückendecken und grosse Flügeldecken braun gesäumt. Spiegel wie baim Erpel. Schnabel orangefarbig mit dunklen Tupfen. Läufe orangefarbig.
Silber-Wildfarbig
Erpel: Die Grundfarbe ist silbrig rahmweiss. Brust, Halsansatz, Nacken und Schultern sind rotbraun mit weisser Säumung. Bauch und Flankengefieder silberfarbig rahmweiss. Bürzel braunschwarz, Unterrücken silbergrau mit dunklen Tupfen, jede Feder weiss gesäumt. Schwanz gelbgrau mit hellem Aussensaum. Schwanzlocken schwarz. Flügel weiss, leicht grau gemischt, mit grün glänzenden Spiegeln mit weisser Einfassung. Kopf schwarz, grün schillernd, mit ausgeprägtem, nicht zu schmalem, an der Rückseite gut schliessendem Halsring. Schnabel grau- bis weidengrün. Läufe orangefarbig.
Ente: Die Grundfarbe ist gelblich weiss. Obere Brust, Halsansatz, Nacken und Rücken leicht braun gestrichelt. Unterrücken gelbgrau mit dunklen Tupfen und weissem Federsaum. Die Grundfarbe ist stark vorherrschend. Untere Brust und Bauch rahmweiss. Bürzel kräftig braun gefleckt. Auf den Flügeln blauer, klar abgegrenzter Spiegel; Schwanzfedern hellbraun. Kopf bräunlich gelb mit dunkler Strichelung. Kopf- und Oberhalsfarbe bei Jungenten deutlich zum hellen Unterhals absetzend. Schnabel grau bis graugrün. Läufe etwas dunkler beim Erpel.
