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Deutsche Schautaube

 

                   Deutsche Schautaube

 

Herkunft

Seit der Jahrtausendwende aus schönen Reisebrieftauben und verwandten Rassen durch zweckmässige Auswahl in Deutschland geschaffen.

 

Gesamteindruck

Lebhafte, zucht-und flugfreudige Gesamterscheinung mit dem Charakter der Brieftaube im weiten Sinne des Wortes und mit intelligentem Ausdruck. Kurze Form, schnittiger, keilförmiger,fast waagerecht getragener Körper, dessen Teile durch feinen Fluss aller Linien ein harmonisches Ganzes bildet.

 

Rassemerkmale

Kopf: Über dem Auge breit, nach der Schnabelspitze zu keilförmig sich verjüngend, Schnabel und Stirn bilden eine regelmässige, schwache Bogenlinie, die ohne Unterbrechung in den schön gewölbten Kopf übergeht und in guter Rundung nach dem Hals abfällt. Das fein gezogene, rassige Profil darf nicht zu kurvig(ramsig) wirken.

Augen: Gross, etwas hervortretend und sehr ausdrucksvoll, mit leuchtend dunkelroter Iris. Die weissen haben dunkle, Gescheckte ihrem Farbbild entsprechend dunkle oder dunkelrote Augen. Augenrand möglichst schmal, zart und gleichmässig entwickelt, von hellgrauem, ins Weissliche gehenden Farbton.

Schnabel: Mittellang, mit kräftigem Ansatz, harmonisch proportioniert, voll und stumpf mit geschlossenem Schnabelabschnitt, dessen rückwärtige Verlängerung etwa durch die mitte des Auges gehen soll. In Farbe schwarz, jedoch mehr oder weniger hornfarbig bei hellen Farbenschlägen und reinerbigen Roten; hell bei Weissen. Bei gescheckten je nach Zeichnung hell oder dunkel.Nasenwarzen zart, fest und glatt aufliegend, die Bogenlinie des Kopfes nicht überragend, lang ausgezogen und blütenweiss gepudert, durch schwach herzförmigen Ausschnitt gut und gleichmässig geteilt.

Hals:Auf den Schultern breit und voll aufgesetzt, von mittlerer Länge, nach dem Kopf zu in feiner, schnittiger Linienführung sich verjüngend; stolz aufgerichtet, mit freier schön ausgerundeter Kehle ohne jeden Nackenansatz, ohne Bagdettenknoten.

Rumpf: Mit breiter und gewölbter Brust kurz und gedrungen, ohne massig oder plump zu erscheinen, bei fast waagerechter Haltung nach hinten keilförmig verlaufend; kraftvoll, schnittig, nur leicht abfallend.

Flügel: Am Bug etwas vorstehend, gewissermassen abflugbereit, gut geschlossen,mit breiten, den Rücken deckenden Schwingen.

Schwanz: Kurz und schmal, die Schwingen daumenbreit überragend.

Beine: Kräftig und mittellang, unbefiedert, die Schenkel etwa zur Hälfte sichtbar; Krallen in der Farbe des Schnabels.

Gefieder: Gut entwickelt, glatt und straff anliegend.

 

Farbenschläge

Blau mit schwarzen Binden, Blau ohne Binden, Blaugehämmert, Dunkel, Dunkelgehgämmert, Rot, Gelb, Blaufahl, Rotfahl, Gelbfahl, Gelercht, Rotfahl-Gehämmert, Gelbfahl-Gehämmert, Schwarz, Rot einfarbig, Gelb einfarbig, Weiss, Getigert und Gescheckt in Blau, Schwarz, Rot und Gelb, Blauschimmel, Rotschimmel und Gelbschimmel.

 

Farbe und Zeichnung

Alle Farben sollen rein und gleichmässig sein und entsprechenden Glanz aufweisen. Die Grundfarbe soll sich über den ganzen Körper einschl.  des Rückens erstrecken. Die Gehämmerte Zeichnung soll sich nicht nur auf die Flügelschilder beschränken, sondern sich möglichst auch auf Rücken, Bauch und Schenkel ausdehnen. Binden schmal durchgehend, gut voneinander getrennt und von intensiver Farbe. Gelerchte mit ockerfarbiger Brust. Getigerte sind auf farbigem Grund weiss oder auf weissem Grund regelmässig farbig gezeichnet. Schwanz und Schwingen werden farbig verlangt. Gescheckte und Getigerte sollen eine möglichst gleichmässige Farbverteilung aufweisen. Tauben mit nur einigen wenigen weissen oder farbigen Federn gelten nicht als gescheckt bzw.getigert.

 

Ringgrösse: 9

 

Tanja Meier Stand: 13. Februar 2011

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